Internet der Dinge (IOT)
Digitale Transformation vorantreiben
Das Internet der Dinge (IoT) war in den letzten Jahren branchenübergreifend einer der wichtigsten Technologietreiber der digitalen Transformation weltweit. Die Zahl der vernetzten Geräte übersteigt bereits die Zahl der Menschen auf der Erde, und Studien deuten darauf hin, dass wir in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich rund 50 Milliarden vernetzte Geräte sehen werden, die den intelligenten, vernetzten Planeten ausmachen.
Die Anwendungsgebiete des IoT reichen von Smart Homes, Smart Buildings, Smart Cities, vernetzten Fahrzeugen, Smart Manufacturing, Smart Retail, medizinischen Geräten im Gesundheitswesen, Fitness-/Wellness-Trackern bis hin zu tragbaren Geräten und vielem mehr. Mit der Einführung verwandter Technologien wie 5G und Internet Protocol (IP) Version 6, die Milliarden vernetzter Geräte unterstützen sollen, wird das IoT als Technologie in unserer digitalen Zukunft eine zentrale Rolle spielen.
Bedarf an IOT-Sicherheit
Mit der weltweiten Verbreitung des IoT steigt auch das Risiko von Sicherheitsverletzungen – denn jedes der Milliarden vernetzten Geräte könnte einem Angriff ausgesetzt sein. Angesichts des Ausmaßes der IoT-Implementierungen werden die wirtschaftlichen Auswirkungen von IoT-Sicherheitsverletzungen entsprechend massiv zu spüren sein.
Ein besorgniserregender Trend ist zudem, dass eine große Anzahl vernetzter Geräte nicht über ausreichende Sicherheitsvorkehrungen verfügt und anfällig für Sicherheitsverletzungen ist. Zu den größten Sicherheitsrisiken bei IoT-Implementierungen zählen Angreifer, die vernetzte Geräte als Einstiegspunkt in das Netzwerk nutzen, Schadsoftware einschleusen, um die Funktion des Geräts zu verändern, das Gerät fernzusteuern oder Daten abzugreifen.
Abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen birgt die IoT-Technologie auch die Gefahr für die physische Sicherheit von Einzelpersonen und Organisationen. So kann beispielsweise die Veränderung der Funktion eines Geräts Auswirkungen auf die physische Sicherheit haben: Eine CCTV-Kamera scheint zwar einwandfrei zu funktionieren, zeigt aber statt der tatsächlichen Ansicht ein „Dummy-Bild“ und droht so einem physischen Eindringen in ein Haus oder ein Firmengelände.
Wie und warum wird PKI für die IOT-Sicherheit unverzichtbar?
Wie wir in früheren Artikeln gesehen haben, umfasst die Public-Key-Infrastruktur (PKI) Rollen, Richtlinien, Hardware, Software und Verfahren, die für die Erstellung, Verwaltung, Verteilung, Nutzung, Speicherung und den Widerruf digitaler Zertifikate sowie für die Verwaltung der Public-Key -Verschlüsselung erforderlich sind . Jüngste Forschungsergebnisse des Ponemon Institute zeigen, dass das Internet der Dinge (IoT) in den letzten Jahren zu einem wichtigen Treiber für die PKI-Einführung geworden ist. Der Anteil der Befragten, die IoT als wichtigsten Technologietrend für die PKI-Einführung sehen, hat sich mit rund 41 % nahezu verdoppelt. Die Studie prognostiziert außerdem, dass bis 2021 mehr als 40 % der im Einsatz befindlichen IoT-Geräte primär auf digitale Zertifikate zur Identifizierung und Authentifizierung angewiesen sein werden.
Der Hauptgrund, warum IoT-Sicherheit zum Synonym für PKI wird, ist die Größe. Wie bereits erwähnt, gehen die meisten Prognosen davon aus, dass in den nächsten Jahren weltweit mehr als 50 Milliarden Geräte vernetzt sein werden. Schon ein einziges kompromittiertes Gerät kann enorme Auswirkungen auf die Sicherheit haben – das Ausmaß der Auswirkungen ist schwer vorstellbar, wenn viele Geräte kompromittiert sind.
Vernetzte Geräte interagieren über Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M) miteinander. Jede dieser Milliarden Interaktionen erfordert die Authentifizierung der Geräteanmeldeinformationen an den Endpunkten, um die digitale Identität des Geräts nachzuweisen. In solchen Szenarien ist ein auf Passwörtern oder Passcodes basierendes Identitätsmanagement nicht praktikabel. Digitale PKI-Zertifikate sind heute die mit Abstand beste Option für das IOT-Anmeldeinformationsmanagement.
IoT-Geräte benötigen außerdem regelmäßige Patches und Firmware-Upgrades, wobei die Codesignierung von entscheidender Bedeutung ist, um die Sicherheit der heruntergeladenen Firmware zu gewährleisten – ein weiteres Beispiel für die enge Verknüpfung zwischen der IoT-Welt und der PKI-Welt.
Die Verwaltung von Zertifikaten für vernetzte Geräte, einschließlich des Widerrufs abgelaufener Zertifikate, ist ein weiteres Beispiel, bei dem PKI zur Absicherung von IoT-Geräten beitragen kann.
In einigen Bereichen wie dem Gesundheits- und Wellnessbereich können IoT-Geräte personenbezogene Daten (PII) erfassen. Weltweit schreiben gesetzliche Vorschriften die sichere Übertragung (und Speicherung) von PII-Daten vor. PKI kann durch die Sicherung des Kommunikationskanals zwischen IoT-Gerät und Gateway zur Einhaltung dieser Vorschriften beitragen.
Wichtige Erkenntnisse
Die heutige Verbreitung vernetzter Geräte, Prognosen für Milliarden von Geräten in den nächsten Jahren und das kontinuierliche Wachstum der Anwendungsbereiche in allen Branchen verdeutlichen das enorme Potenzial des Internets der Dinge (IoT). Dieses Potenzial könnte jedoch durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen für IoT-Geräte gefährdet werden. PKI bietet einige der besten Optionen für IoT-Sicherheit, darunter Geräteidentitätsmanagement, Codesignierung der Gerätefirmware und verschlüsselte Kommunikation zwischen Geräten und anderen Endpunkten wie IoT-Gateways.
